Gute Ratschläge - Neubau

Schon in der ersten Planungsphase eines neuen Hauses oder Anbaus sollte man sich überlegen wie man Kondensat an Fenstern vermeidet. Folgendes sollte man in Erwägung ziehen:

1. Ausreichender Mindestluftwechsel: Um den Forderungen der EnEV gerecht zu werden sind die Neubauten heute sehr dicht. Um gleichzeitig ein gesundes Raumklima zu sichern sollte die hygienische Mindestluftwechselrate für Einfamilienhäuser 0,5 pro Stunde betragen. Neubauten sind so dicht, dass normales Lüften und Ventilation in Nassräumen nicht mehr ausreichend sind.

Man sollte schon in der ersten Planungsphase eine Lüftungsstrategie mit dem Architekten oder dem Bauberater planen, damit das Raumklima gesund ist und kein Kondensat entsteht. Sollte man eine mechanische Ventilationsanlage mit Wärmerückgewinnung haben? Die gewählte Lüftungslösung sollte natürlich den Bedürfnissen angepasst sein. Der Bauratgeber sollte Ihnen eine Dokumentation für die Effizienz der Lösung vorlegen.

2. Geringer Wärmebedarf –geringe Luftzirkulation: Energiebesparende Wohnungen sind so dicht, dass sie einen geringen Wärmebedarf haben – gut für Wärmerechnung. Leider steht die Luft in der Wohnung dann sehr still. Wegen der fehlenden Luftzirkulation hat das Kondensat reichlich Zeit sich auf den Fenstern abzusetzen, weil es nicht wegventiliert wird.

Wie erreicht man eine ausreichende Luftzirkulation in den Fensternischen? Bei einer Heizung direkt unter den Fenstern steigt die Luft nach oben und erhöht die Zirkulation. So setzt das Kondensat sich nicht als Tauwasser auf den Fenstern ab. Die Rohre einer Fussbodenheizung sollten dicht an der Wand entlang und in Fenster- und Türnischen verlegt werden. Liegen die Rohre 10-15 cm im Raum beeinträchtigt dies die Zirkulation.

3. Fenster: Kein Heizkörper unter Fenstern, Sprossenfenstern und tiefe Fensternischen vergrössert das Risiko einer Kondensatbildung. Grosse Fenster, schmale Fensternischen oder ein Heizkörper direkt unter dem Fenster, verringert das Risiko einer Kondensatbildung.

4. Auslüftung: Neubau enthält oft sehr viel Feuchtigkeit. Zement, Beton, Verputzung usw. enthält viel Wasser deswegen ist es notwendig einen Neubau noch intensiver zu lüften als ein Altbau. Man sollte darauf aufmerksam sein, dass ein Neubau ein Jahr oder mehr braucht um richtig trocken zu werden. Eine eventuelle Lüftungsanlage sollte darauf ausgerichtet sein.

Man sollte schon in der Planungsphase einen Raumklimaratgeber hinzuziehen, damit der fertige Bau ein gesundes Raumklima hat.

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