Co-housing und Ensembleschutz – zeitgemäß geplant und modern interpretiert gestaltet

Wenn der Neubau mit der Umgebung eine Einheit bilden muss, sind Fachwissen, Kreativität und die richtigen Projektpartner gefragt. Eine private Baugruppe plante selbständig individuelle Lebensräume unter Erhaltung der Ensemblewürdigkeit im Berliner Stadtteil Pankow.

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Cohousing ist ein aus den 1960er Jahren aus Dänemark stammendes Konzept für modernen Wohnungsbau, bei dem das gemeinschaftliche Leben und miteinander ausgehandelte Bedingungen für ein gemeinsames Umfeld im Vordergrund stehen. In diesem Fall ging die Initiative für das Cohousing-Projekt vom Berliner Architektenbüro NÄGELIARCHITEKTEN aus. Das Bauvorhaben sollte nicht wie bei typischen Mehrfamilienhäusern, gewinnorientiert ausgerichtet sein, sondern eine Alternative zu steigenden Mieten und Mangel an Wohnraum bieten – ein Ansatz, der noch aus Krisenzeiten stammt, in denen keine Investitionen in den Wohnungsbau flossen.

Durch Neuinterpretation bleiben stadtbildbestimmende Elemente erhalten
Im Stadtteil Pankow fand sich ein Baugrund, auf dem zuvor ein zweigeschossiger Typenbau aus DDR Zeiten stand. Für diese Baulücke entwarfen die Architekten ein Wohnhaus mit 22 Wohn- und 3 Gewerbeeinheiten, dessen gestalterisches Konzept dem Ensembleaspekt der anliegenden Gebäude angepasst werden musste. Die Themen der umgebenden Gebäude wurden dazu neu interpretiert.

Helle cremefarbene Klinker verkleiden die Fassade, die in Geschosshöhe mit weißen Putzstreifen aufgelockert wird und sich stimmig in die Umgebung einfügen. Zur Straßenseite bieten versetzt angeordnete freitragende Balkone jeder Wohneinheit einen Platz im Freien, der durch eine innenliegende Loggia noch vergrößert wird. In den beiden oberen Geschossen befinden sich sechs großzügige Maisonette-Wohnungen. Das Staffelgeschoß mit Satteldach sorgt mit einer großen Dachterrasse für ein offenes Raumgefühl und einen beeindruckenden Blick über die Stadt. Für eine tolle Aussicht sorgt auf der Gartenseite des Hauses der außenliegende gläserne Aufzug. Von hier gelangt man über Laubengänge zu den einzelnen Wohneinheiten.

 

Mit den richtigen Fenstern stimmt jede Fassade
Die bündig in die Fassade eingelassenen bronzefarbenen Fenster von VELFAC verleihen dem Haus Charakter und machen sie aufgrund des großen Formenspektrums zu grafischen Stilelementen. Hervorzuheben und hierbei von Vorteil ist, dass die sehr schmalen Rahmen der Fest- und Öffnungsflügel optisch exakt gleich sind und sich harmonisch in die Fassadengestaltung einfügen.

Das Besondere dieser Fenster und Türen sind jedoch ihre nach außen öffnenden Flügel, die eine optimale Nutzung des Innenraums und unkomplizierte Belüftung ermöglichen.

Der Vorschlag für diese einzigartigen Fenster kam von den Architekten, die seit 15 Jahren mit VELFAC zusammenarbeiten. Neben ihrem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis hat die Planer auch die Vielfalt der verwendeten Fenstertypen überzeugt, die hier alle spezifischen Anforderungen an die Wohnräume und die Bedürfnisse ihrer Bewohner erfüllen. Erfahrener Partner beim Einbau der Fenster war die Tischlerei Ludwig & Burian GmbH aus Biesenthal, die viele Projekte mit VELFAC erfolgreich umgesetzt hat.

Die Baugruppe aus Wohnraumsuchenden plante in enger Zusammenarbeit mit den Architekten vieles selbständig und erfüllte sich ihren Traum für ein gemeinschaftliches Miteinander und einen auf sie zugeschnittenen Lebens- und Wohnraum.


Fakten

Objekt/Standort: 
Vinetastraße 50, Berlin

Bauherr:
Baugruppe Vineta GbR

Architekt: 
NÄGELIARCHITEKTEN, Berlin
www.naegeliarchitekten.de

VELFAC Händler:
Tischlerei Ludwig & Burian GmbH
www.tischlerei-barnim.de